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Story

Wenn viel Beton auf noch mehr Hitze trifft

Wie Team Michel den Jahrhundert­sommer am Bayernhafen meisterte

Ort

Aschaffenburg

Zeitraum

April 2022 – November 2022

Mitarbeiter im Einsatz

3-10

Leistungen

Entsorgung Boden, Kanalbau, Stahlbeton Ingenieurbau, Straßenbau

Projektleitung

Peter Sendelbach

Peter Sendelbach

Bauleiter

Vorarbeiter

Ansprechpartner Platzhalter

Marco Schaab

Vorarbeiter

Über eine Millionen Tonnen Umschlag per Schiff und Bahn verzeichnet der Bayernhafen Aschaffenburg jährlich. Die Logistik-Drehscheibe im bayerischen Rhein-Main-Gebiet gilt als Vorbild für Flächenre­cycling. Bereits im Jahr 2021 unterstützte Team Michel dabei, industrielle Flächen zu sanieren und sie den Anforderungen des modernen Welthandels anzu­passen. Auch 2022 ging es wieder um vollen Einsatz – diesmal unter beispiellos sengender Hitze.

Wer im Sommer 2022 am Kai 1 im Bayernhafen vorbei spazierte, dem fiel vor allem eins ins Auge: Jede Menge Baustahl. Für die Ertüchtigung der Infrastruktur an Kai 1 wurden insgesamt etwa 200 Tonnen Baustahl verarbeitet, etwa 900 m3 Beton, 800 Meter Kanal- und Entwässerungsleitungen und rund 1.800 Meter Kabelschutzrohr. “Eine Bodenplatte ist 15 Meter lang, 6 Meter breit und 40 Zentimeter tief. Pro Bodenplatte verbauten wir also etwa 12 Tonnen Eisen.” erinnert sich Bauleiter Peter Sendelbach. Dabei mussten die Bodenplatten in Lage und Höhe akkurat eingesetzt werden, damit das nachfolgende Gewerk unter besten Voraussetzungen arbeitet und alle geplanten Baumaßnahmen perfekt ineinandergreifen. Über das Gelände soll später eine Hafenbahn verlaufen, mit einem Zug, der Schrott, Erdaushub und andere Schwerlasten trägt - das Fundament muss also in Zukunft einiges aushalten. Für die vielfältigen Anforderungen späterer Mieter bereitete das Team große Schächte für Filteranlagen vor, die später individuell mit entsprechenden Filtern bestückt werden können. Dabei sorgte sich Peter Sendelbach bei der Arbeit nahe am Wasser besonders um die Sicherheit des Teams. “Die größte Herausforderung war, dass mir keiner meiner Jungs ins Wasser fällt.” Um Unfälle zu vermeiden, wurde eine komplette Absturzsicherung 250 Meter entlang der Kaimauer montiert und verankert - denn schnell passiert es: Ein Schritt rückwärts zu viel und einer wäre im Main gelegen.“ Die Sicherheitsmaßnahmen etablierten wir in enger Absprache mit einem spezialisierten Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo), der alles dokumentiert, überwacht und uns auf Mängel hinweist, falls nötig.” Der engagierte SiGe-Koordinator prüfte ebenso die Arbeitsgeräte am Bau und trug somit zum maximalen Schutz der Mitarbeiter bei.

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Ein Balance-Akt zwischen Sicherheit und Effizienz: 250 Tonnen Baustahl wurden bei beinahe 40 Grad im Schatten verarbeitet.

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Nicht nur das Wasser gefährdete in diesem Jahr jedoch die Arbeitssicherheit. Die Jahrhunderthitze des trockenen Sommers forderte das gesamte Bauteam heraus. Denn wenn Bauarbeiter tagelang bei über dreißig Grad arbeiten, drohen nicht nur Sonnenbrand, sondern auch ernsthafte Gesundheitsschäden bis hin zum Kreislaufkollaps. “Wir haben verstärkt Wasser und Sonnenschutzmittel auf der Baustelle bereitgestellt und darauf geachtet, dass Pausen gemacht werden, in denen sich die Mitarbeiter in den Schatten stellen können. Damit uns keiner aus den Latschen kippt.” Sogar der ein oder andere Eisenflechter stellte sich für die Bewehrungsarbeiten einen Sonnenschirm auf.

Und schließlich litt auch das Baumaterial unter der Hitze. Denn ist die Erde zu trocken, verschlechtern sich auch die Verdichtungsverhältnisse. “Um die Tragfähigkeit nach oben hin zu gewährleisten, brauchen Boden und Schottermaterial einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt, damit es entsprechend verdichtet werden kann. Teilweise mussten die Materialien nachbewässert und nachbearbeitet werden, damit die richtigen Verdichtungsverhältnisse hergestellt werden konnten.” Mit viel Einsatz konnte auch an dieser Stelle jede Herausforderung abgefangen werden, um die Baustelle und das optimale Endergebnis zu sichern. Für Bauleiter Sendelbach bleibt der Bayernhafen in Erinnerung – als eine Baustelle, die rund lief, in einem Sommer des Ausnahmezustands.

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