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Story

Nachträglicher Kellerbau

Spezialbau-Challenge accepted

Ort

Lohr am Main

Zeitraum

März 2020 – Ende Januar 2021

Mitarbeiter im Einsatz

15

Leistungen

Spezialtiefbau, Abbruch, Hochbau

Projektleitung

Portrait Lars Stier

Lars Stier

Bauleiter

Portrait Roland Seeger

Roland Seeger

Dipl.-Ing.

Bauleitung / Kalkulation

Polier

Portrait Lars Stier

Lars Stier

Bauleiter

Portrait Roland Seeger

Roland Seeger

Dipl.-Ing.

Bauleitung / Kalkulation

Vorarbeiter

Michael Steuer

Michael Steuer

Vorarbeiter

Es gibt Aufträge, da kratzen sich erst einmal alle Beteiligten fragend am Kopf, wenn sie von der geforderten Baumaßnahme hören. Der Auftrag der Firma Gerresheimer aus Lohr war genau so ein Fall. Eine bestehende Werkshalle sollte zuerst unterkellert und später erweitert werden – bei laufender Produktion. Aber wie geht man an eine solche Aufgabe heran? Getreu dem Motto: „Geht nicht, gibts nicht” hat sich dieser Herausforderung unser erfahrener Bauleiter und Kalkulator Roland Seeger gestellt und ein Konzept für dieses ganz besondere Spezialtiefbau-Projekt entworfen.

Die Gerresheimer AG ist einer der führenden Partner für Pharma und Healthcare mit Produktionsstandorten weltweit. Es werden in erster Linie Glasbehälter für die Nutzung im medizinischen Bereich, aber auch für die Nahrungsmittel- und Kosmetikbranche hergestellt. So auch im Werk von Gerresheimer in Lohr am Main. Hier befindet sich der Produktionskomplex mitten im Industriegebiet, zwischen anderen Firmengeländen und einer Hauptstraße, ganz in der Nähe des Mainufers. Um die Kapazitäten der Produktion in Lohr zu erweitern, war ein Ausbau der bestehenden Gebäude nötig. Die Planer haben sich dafür entschieden, das vorhandene Produk­tionsgebäude teilweise zu unterkellern und außerdem zu vergrößern. Eine tolle Aufgabe für Michel Bau. Denn wir bringen die notwendige Kompetenz und das Know-how in den Bereichen Spezialtiefbau, komplexem Abbruch sowie Hochbauarbeiten unter laufenden Produktions­bedingungen mit. Auch den entsprechenden Maschinenpark mit den besonderen Gerätschaften, welche für solch ein umfangreiches und ungewöhnliches Projekt benötigt werden, können wir zur Verfügung stellen.

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Mit dem Saugbagger wurde die Erde mit Unterdruck aus dem Keller gesaugt und über einen flexiblen Schlauch direkt auf einen Lkw gepumpt.

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Während drinnen die Produktion reibungslos weiterlief, wurden außen die Fundamente für die neuen Wände gegossen.

Ein Vorhaben wie die Unterkellerung der bestehenden Produktionshalle bedarf einer präzisen Planung. Diesen fundamental wichtigen Teil der Aufgabe übernahm Roland Seeger. Das Konzept musste den perfekten Spagat schaffen zwischen Machbarkeit, Statik, sicherheitsrelevanten Vorgaben und Logistik. Was als planerische Höchstleistung begann, ging März 2020 in die Umsetzung. Von hier an übernahm Polier Willi Dering das Kommando und begann mit dem ersten Aushub unter den beiden bestehenden Werkshallen. Während sich unsere Facharbeiter bergmännisch unter das bestehende Gebäude gruben, musste die über den Köpfen liegende Bodenplatte mit unzähligen Stützen abgefangen werden. So bewegten sich unsere Facharbeiter langsam, aber sicher vorwärts. Zusätzlich kam ein Saugbagger zum Einsatz, der die Erde mit Unterdruck aus dem Keller saugte und über einen flexiblen Schlauch direkt auf einen Lkw pumpte. Die unterirdischen Ausgrabungen führte ein emissionsfreier Elektrobagger aus, um die Grube für unsere Mitarbeitenden frei von Abgasen zu halten. Nach den umfangreichen Spezialtiefbauarbeiten übernahm unsere Hochbau-Mannschaft mit Bauleiter Lars Stier die Baustelle. Unter der Regie der Poliere Enrico Schünemann und Thomas Klaes, gossen wir die Fundamente mit speziellen Pumpen und viel Handarbeit. Die Wände wurden gemauert, die Decke mit Stahlträgern unterstützt und ebenfalls untermauert. So bauten wir drei neue Kellerräume, die in Zukunft als Trafokeller für eine neu geplante Glasschmelzwanne dienen sollen.
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Die Holzverschalung schützt die Produktionshallen vor Staub, während der Bagger unermüdlich weitergräbt.

Aber nicht nur der Kellerbau verlangte nach komplexer Planung und kreativer Bauausführung – auch für die Abbrucharbeiten erstellten wir präzise Konzepte und flexible Lösungsansätze. Die bestehende Stahlkons­truktion musste gestützt und in 6,5 Metern Höhe eine Stahlbetondecke in kleine Blöcke geschnitten werden, um sie feinfühlig abzutragen. Hierzu öffneten wir die Fassade von außen und brachten unseren eingeklappten Raupenkran zum Einsatz. Dieser Spezialkran kann so klein gefaltet werden, dass er durch eine normale Tür passt. Ausgeklappt bringt er die Power eines vollwertigen Krans. Mit seiner Hilfe konnten wir die abgetragenen Betonteile der Decke sicher nach unten befördern, wo sie zerkleinert und direkt abtransportiert wurden. Für die extrem dicken Betonwände war eine spezielle Schneidekolonne im Einsatz, die uns beim Abbruch unterstützte.

Noch während der umfangreichen Bauarbeiten rund um die Unterkellerung und Erweiterung der Produktions­stätte erhielten wir einen Folgeauftrag der Firma Gerresheimer. Für uns von Michel Bau ein echter Ritterschlag, denn wertschätzender kann man uns nicht zeigen, dass man mit unserer Arbeit wirklich zufrieden ist. Am sogenannten „heißen Ende” der Werkshalle, dort wo die Glasflaschen frisch aus dem Ofen laufen, war ebenfalls eine Erweiterung der Produktionsfläche vorgesehen. Am „heißen Ende” herrscht eine Innentem­peratur von rund 60 Grad. Die nächste große Herausforderung, denn auch hier durfte selbstverständlich kein Staub in die Arbeitsfläche eindringen. Wegen der hohen Innentemperatur kamen hier allerdings weder Folie noch Holz als Materialien für die Abtrennung in Frage. Aus Brandschutzgründen musste am „heißen Ende” die Produktion durch eine Stahlkonstruktion von der laufenden Baustelle abgetrennt werden. Auch hier wurden die Bauarbeiten zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers umgesetzt.
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Stahlträger wurden eingezogen und die Wände gemauert. Der Blick in die neuen Kellerräume.

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Irgendwie passend zu diesem besonderen Jahr voller spezieller Herausforderungen, hat uns auch die Baustelle auf dem Werksgelände der Gerresheimer Lohr GmbH einiges an technischem Ideenreichtum abverlangt. Solche komplexen Bauausführungen und Spezialbauprojekte lassen uns aber niemals schwarzsehen, sondern spornen uns immer wieder neu an, kreative und proaktive Lösungswege zu finden und sie mit unserer erstklassigen Mannschaft umzusetzen. Diese Aufgaben sind es, die uns als Team begeistern, uns stolz machen und unseren Arbeitsalltag abwechslungsreich und aufregend gestalten. Deshalb sind und bleiben wir von Michel Bau genau die Richtigen, wenn es um gewerkeübergreifende, komplexe Bauausführungen geht. Weil wir die großen Herausforderungen nicht nur lieben, sondern auch meistern können. Challenge accepted!

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Wir liefern gerne Lösungen.

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